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DSMBSystem Information
Digitale Steuerungssysteme für Modellbahnen geben dem Modelleisenbahner ein hervorragendes Mittel in die Hand,
seine Modellbahnanlage auf einfache Weise vorbildgerecht bedienen zu können. Viele in der Fachpresse seit Jahren geforderte Wünsche der Modellbahner können verwirklicht werden.
Insbesondere in der Verbindung mit einem Computer ergeben sich alle Möglichkeiten eines leicht einzurichtenden
Steuerungssystems, das "Hardware"-Lösungen (elektronische Schaltungen, Diodenmatrix, ICs, Platinen...) überflüssig macht. Die technische Einrichtung einer Modellbahnanlage wird dadurch nicht
nur schneller und leichter, sondern auch preiswerter und für viele erst machbar!
Eine geeignete Software (ein "Programm") ermöglicht dem Modellbahner, mit dem Computer die vollständige
Steuerung und Überwachung des Modellbahnbetriebs gemäß dem Vorbild durchzuführen, und es ergeben sich darüberhinaus viele weitere Betätigungsfelder, die bisher nur durch umfangreiche Schaltungen und
Verdrahtungen – oft überhaupt nicht! – möglich waren. Hierzu gehören die Fahrstraßenschaltungen mit vorbildlichen Sicherungseinrichtungen (Auffahr- und Flankenschutz), aber auch das
vorbildgerechte Fahren der Züge (sanftes Abbremsen und Beschleunigen, Einhaltung betrieblicher Höchstgeschwindigkeiten, Fahren und Halten entsprechend der Signalisierung) und nicht zuletzt der
zeitgesteuerte Fahrplanbetrieb.
Übrigens: Es wäre ein Mißverständnis, wenn unter "Computersteuerung" lediglich eine Vollautomatik verstanden
würde! Eine universelle Software schränkt den Modellbahner nicht ein und bietet viele Spielmöglichkeiten von der manuellen Schaltung und Steuerung – auch über "externe"
Gleisbildstelltische – bis hin zur Teil- oder Vollautomatik und Bedienung allein über die Computer-Tastatur, -Maus und den Bildschirm! – Computer sind dabei die Werkzeuge – wie sonst
Lötkolben, Zange und Schraubendreher – nur eben sehr universelle im Bereich Schalten, Steuern, Regeln und Verwalten.
Also, keine "Angst" vor dem Computer! Sie – der Modellbahner, der Lokführer, der Fahrdienstleiter, der
Bahndirektor – bestimmen, wo und wie der Computer eingesetzt wird.
Digisoft Modellbahnsteuerung
Das Programm Digisoft-MBS wurde für eine universelle Steuerung und Überwachung von Modellbahnen entwickelt. Für
den Anschluß an die Modellbahn werden aus dem Digitalsystem lediglich eine Zentraleinheit (Märklin: Central Unit, Control Unit, Central Control), ein Interface
(Märklin: 6050/6051 oder kompatibles) und eine der Anlage entsprechende Anzahl Decoder zum Schalten bzw. Steuern der Loks benötigt. Ein zusätzlicher Anschluß eines oder mehrerer externer
Digitalkomponenten (z.B. Control 80) ist nicht nötig aber ebenfalls möglich.
Alle Modellbahnsysteme und Spurweiten, die mit einem Digitalsystem ausgerüstet werden können, das das Interface
6050-Protokoll unterstützt, sind für Digisoft geeignet!
Digisoft-MBS ist ein vorbildorientiertes, universelles und dabei leicht bedienbares Programm – der
Modellbahner muß sich also weder mit dem Programmieren noch mit einer Programmiersprache auseinandersetzen! Es eignet sich für alle Varianten der konventionellen bis zur voll computergestützten
Modellbahn (Loksteuerung, Schalten einzelner Weichen und Signale, Abruf kompletter Fahrstraßen..), für Teil-, Voll- oder Fahrplan-Automatik-Betrieb. Dabei kann die Modellbahnanlage nach und nach mit den
gewünschten eigenschaften installiert werden, denn Digisoft-MBS läßt verschiedene Ausstattungsvarianten zu.
Beispiele für modellbahn- bzw. vorbildtypische Funktionen:
- Manuelles (mit Tastatur oder Maus) und automatisches Fahren – auch gemischt
- Manuelles (über Adresseingabe und Schaltbefehl oder mit Mausklick im Gleisbild) oder
automatisches (kontaktgesteuert, Fahrstraßenschaltung) Schalten – auch gemischt
- Automatischer Selbstblock
- Schattenbahnhofsteuerung mit Zugleitsystem nach Zugnummer oder -gattung
- Automatische Zugüberholung
- Gesicherter Gegenverkehr
- Gleiswechselbetrieb
- Voll- oder halbautomatischer Zugbetrieb
- Echter Fahrplanbetrieb nach Uhrzeit
- Gesicherte Bahnübergänge
- Wendezugverkehr
- Aufenthaltsschaltung
- Fahrstraßenschaltung mit Auffahr- und Flankenschutz
- Drehscheibensteurung
- Zug- und Streckenüberwachung auf dem Computer-Bildschirm
- Reale Geschwindigkeitsanzeige in km/h
- Doppeltraktion, manuell und/oder LZB/AFB-geführt
- Signal-/Weichen- und Strecken-abhängige Zugführung (LZB) für Bremsen, Halten,
Beschleunigen, La-Stelle, V-Tafel in km/h mit "Zwei-Block-Voraussicht" bzw. dreibegriffige Signale, erweitert für den Modellbahnbetrieb
- Automatische Fahr- und Bremssteuerung (AFB) für "weiches" Bremsen und Beschleunigen
entsprechend Vziel/Vist-Vergleich ....jedem Zug sein aufmerksamer Lokführer!
- Zughalt bei Hp0 ohne Stromunterbrechung, durch die jeweilige Zugspitze gesteuert ....also auch bei Schiebebetrieb ordentlicher Halt vor dem Signal!
- Richtungsabhängige Signalbeeinflussung, also keine Beeinflussung "rückwärts" durchfahrener Signale
- Freier Rangierbetrieb ohne störende stromlose Abschnitte
- ....u.v.m.
Die bei Digisoft bereits sehr früh eingeführte Zugmeldung mit Zugnummernanzeige ist die Grundlage
für einen geregelten, übersichtlichen Zugbetrieb auf jeder Modellbahnanlage. Weiterhin wurden für einen sicheren Bahnbetrieb grundlegende vorbildähnliche Elemente der modernen Zugsteuerung, die
Linienzugbeeinflussung (LZB) eingeführt. Die Automatische Fahr- und Bremssteuerung (AFB)
übernimmt viele Aufgaben der einzelnen – bei der Modellbahn ja nicht vorhandenen – Lokführer in den Zugloks bzw. die Steuerung der Fahrstufen entsprechend den Vorgaben, z.B. Beschleunigung / Abbremsung auf durch die LZB oder manuell vorgegebene Zielgeschwindigkeit, sanfte Bremsung und Halt!
Neben dem Schalten und Steuern über die Computertastatur oder –Maus ist mit Digisoft
übrigens auch eine "konventionelle" Bedienung der Modellbahn, mit dem Computer als Hintergrund-Stellzentrale über "echte" Gleisbildstellpulte, Tastenfelder und Fahrregler möglich. Es werden dafür keine besonderen Bausteine – wie das Switchboard – benötigt!
Digisoft ersetzt elektronische Module, Bauelemente und Schaltungen und läßt sich äußerst flexibel direkt mit
Tastatur und Maus – ohne Löten oder "Verrenkungen" unter der Anlage – an die verschiedensten Schaltungsaufgaben anpassen. Auch bei späteren Um- und Ausbauten, Schaltungsänderungen,
Verbesserungen von Zugsicherung und automatischen Abläufen kann einfach am Bildschirm, ohne Eingriff in die Modellbahnanlage gearbeitet werden. Alle Definitionen und Verknüpfungen sind am Bildschirm
sichtbar und lassen sich zudem auf einem Drucker ausgeben und damit archivieren.
Digisoft kann zudem als Spielpartner, z.B. als "Zubringer" aus dem Schattenbahnhof, eingesetzt werden.
Besonderer Wert wurde bei der Entwicklung dieses Systems auf leichte Handhabung
(Programmanwendung) und modellbahn- bzw. vorbildtypische Bedienbarkeit gelegt.
Damit ist die Digisoft-Modellbahnsteuerung das universelle Steuerungsprogramm für Digital ausgerüstete Modellbahnen, eben ein Modellbahn-Betriebssystem.
– Übrigens seit vielen Jahren praxisbewährt und in Funktionsumfang und –sicherheit immer noch unerreicht!
Bahnbetrieb vom Feinsten
Das Digisoft-ModellbahnBetriebsSystem
erfüllt drei wichtige Aufgabengebiete, die sich einem Eisenbahnbetrieb stellen:
- Zugsteuerung
- elektronisches Stellwerk (EStW)
- Fahrplanbetrieb nach Uhrzeit
Durch die Vielzahl der Einstellmöglichkeiten kann das Programm an die individuellen Modellbahnanlagen hervorragend
angepaßt werden. Einzelne Funktionen können "nach und nach" installiert werden, so daß ein sofortiger Umbau bereits bestehender Anlagen nicht erforderlich ist!
Zugsteuerung
Das Zugsteuerungssystem besteht aus der vorbildähnlichen – für Modellbahnverhältnisse angepaßten bzw. ergänzten –
LINIENZUGBEEINFLUSSUNG (LZB), der automatischen FAHR- UND BREMSSTEUERUNG (AFB) und einer DOPPELTRAKTIONSSTEUERUNG (DTS), die sowohl für manuellen als auch automatisch
geführten Lok-Betrieb ausgelegt ist.
Linienzugbeeinflussung LZB
Die LZB
kontrolliert Zugbewegungen auf der Anlage und sendet entsprechend der Stellung der Signale bzw. Weichen oder den definierten Eigenschaften eines Gleisabschnitts (
La-Stelle, Berg/Tal, V-Tafel in km/h, Aufenthalt, Wenden...) entsprechende Zugsteuerungsbefehle.
Ein Zug, der auf ein Signal Hp0 zufährt, erhält z.B. das Kommando "Abbremsen auf Vorgabegeschwindigkeit" und – wenn der Halteabschnitt erreicht wird - das Kommando "Halten". Wird Hp1 oder Hp2 gegeben, so sendet die LZB an die entsprechende Zuglok den Befehl "Beschleunigen" auf Zielgeschwindigkeit (Vziel). Die
LZB kann für jeden Rückmeldeabschnitt (je Gleisabschnitt sind bis zu 6 möglich) einzeln definiert oder auch ausgeschaltet werden. Eine richtungsabhängige
Beeinflussung ist ebenfalls durchführbar (Gleisabschnitte im Gegenrichtungsverkehr, Bahnhofsgleise).
Es wird also mit diesem von Digisoft entwickelten Konzept nicht eine bestimmte Zugfahrt, sondern vorbildentsprechend
das Gleissystem mit seinen betrieblichen Vorgaben definiert.
Alle Züge – ob manuell, automatisch oder per Fahrplan gesteuert – unterliegen diesem Sicherungssysten!
Die Mindestgeschwindigkeit sowie Brems- und Beschleunigungsdaten können für jede Lok individuell
eingestellt werden; die Reisegeschwindigkeit
wird jeweils mit manuellen Lokkommandos – vor oder während einer Zugfahrt – beeinflußt. Selbstverständlich bleibt die "normale" manuelle Steuerung immer erhalten.
Automatische Fahr- und Bremssteuerung AFB
Die AFB
ist ein – beim Vorbild vermehrt in modernen Loks verwendetes – elektronisches Regelungssystem, das ein "sanftes" Abbremsen bzw. Beschleunigen
der Züge entsprechend den Befehlen der LZB oder der manuellen Vorgabe der Zielgeschwindigkeit übernimmt. Durch ständigen Vziel/Vist-Vergleich
wird die gewünschte Geschwindigkeit der Lok entsprechend nachgeregelt. Die Arbeit der AFB kann in den Tachoanzeigen der Loks verfolgt werden!
In Verbindung mit einem geregelten Lokdecoder (Märklin: Hochleistungsantrieb 6090 und folgende)
ist ein wirklich beeindruckender, vorbildnaher Zugbetrieb auf Modellbahnanlagen möglich. Wie beim Vorbild können lange Brems- und Beschleunigungswege erreicht werden! Beschleunigungs- und Bremsverhalten können jeweils individuell auf die einzelnen Loks abgestimmt werden. Die
AFB kann zudem sowohl für jede Lok einzeln oder auch insgesamt abgeschaltet werden!
Manuelle Steuerung
Baureihe bzw. Betriebsnummer, Adresse, Sonderfunktion, Richtung, Reise-Geschwindigkeit (Balkentachometer mit
Fahrstufenanzeige, Digitaltacho mit km/h-Anzeige) der einzelnen Loks werden auf dem Bildschirm ständig angezeigt.
Bis zu 99 Lokadressen
werden unterstützt, dabei sind bis zu 49 Doppeltraktionen möglich. Die Steuerung der jeweils angewählten Lok erfolgt durch einfachen Tastendruck (Auf/Ab-Steuerung) oder Mausklick, jegliche Angaben zu Adress- bzw. Datencodes entfallen.
Die "Übernahme" einer Lok mit einem Fahrregler (z.B. Control 80) ist jederzeit möglich; diese Lok kann dann in
eigener Regie gesteuert werden, ohne das der Computer weiteren Einfluß auf diese Lok ausübt. Nach Abmeldung vom Control übernimmt der Computer wieder die Steuerung.
Elektronisches Stellwerk EStW
Das "elektronische Stellwerk"
ermöglicht nicht nur das Schalten einzelner Weichen und Signale o. ä., sondern auch die Einrichtung einer Fahrstraßen- und Zugmeldelogik
mit vorbildentsprechenden "Schutzschaltungen" wie Auffahr- und Flankenschutz. Das Zugmeldesystem ermöglicht zudem die Anzeige und Verfolgung von Zugnummern, wodurch die
Übersicht auf der Modellbahnanlage wesentlich verbessert und eine wichtige Voraussetzung für LZB/AFB-Steuerung hergestellt wird. Die Fahrstraßenlogik bietet umfangreiche Kontaktbeeinflussungen und
verschiedene Verfahren der Freigabe verriegelter Fahrstraßen.
Schaltung Magnetartikel
Die direkte Schaltung von Weichen, Signalen, Entkupplern etc. erfolgt mit der Computertastatur über Eingabe der Adresse
(1...255) und den Stellbefehl R (rot, rund) bzw. G (grün, gerade). Im Anlagenbetriebsmodus leitet also ein Zifferntaste direkt den Stellbefehl ein, eine Stelltaste (R/G) schließt ihn ab. Die einfache
Tastenfolge 2 5 R stellt z.B. Weiche 25 auf rund. Noch einfacher wird mit Doppelklick der Maus im Gleisbild umgeschaltet.
Alle Magnetartikel lassen sich natürlich auch indirekt über eine Schaltsequenz/Fahrstraße stellen. Die Schaltung der
Magnetartikel kann - über die Tastatur - unabhängig vom angezeigten Gleisbild vorgenommen werden!
Fahrstraßensteuerung, Schaltsequenzen
Eine der wichtigsten Einrichtungen und Kern des elektronischen Stellwerks ist die Ausführung von beliebigen, definierten
Schaltanweisungen (Schaltsequenzen). Dabei können "echte" Fahrstraßen –Weichen und Signale - geschaltet, aber auch andere Schaltaufgaben (Selbstblock, Drehscheibe, Schiebebühne...)
durchgeführt werden.
Es stehen bis zu 935 Schaltsequenzen mit bis zu 19 Stellanforderungen
zur Verfügung. Die Anforderung kann direkt (manuell auf Tastatur), extern (kontaktgesteuert über die Anlage oder ein externes Stellpult) oder zeitabhängig
(über die Uhr des PC = Fahrplanbetrieb) – übrigens auch gemischt! – erfolgen. Die einzelnen Stellbefehle werden am Bildschirm im Klartext definiert und können jederzeit "sichtbar" gemacht oder auch ausgedruckt werden.
Für das Sicherungssystem stehen bis zu 6 Blockierkontakte (Auffahrschutz) und/oder 2
Verriegelungs-/Freigabekontakte (Flankenschutz) je Fahrstraße zur Verfügung. Die Freigabe kann sowohl beim Einfahren als auch beim Verlassen einer Kontaktstrecke wirksam werden. Dadurch wird eine
gute Anpassung an die Begebenheiten der Modellbahnanlage ermöglicht!
Die manuelle Anforderung
einer Fahrstrecke erfolgt über eine Buchstaben/Ziffer-Kombination (A0 –Z9 und AA - ZZ; Start/Zieltastenfunktion) auf der Computertastatur oder im Gleisbild mit Mausklick.
Für die externe Anforderung über Kontakte bzw. Kontaktstrecken
(an Decoder S88) stehen je Schaltsequenz mehrere Kontaktanschlüsse zur Verfügung:
Anforderung Start/Ziel (logisch unterschieden, auch einfach nutzbar) werden im "Normalmodus" genutzt,
also für alle Schaltanweisungen, die beim Betrieb immer durchgeführt werden müssen (Blocksystem!) – ermöglicht aber auch echte START/ZIEL-Tastung durch externe Gleisbildstellpulte bzw. GRUPPENTASTEN-Funktion oder Spezialeffekte (Zuglängenabhängigkeit) bei externer Anforderung.
Anforderung Auto (zuschaltbar, z.B. für zeitweisen Automatikbetrieb), diese Kontakte werden nur im zuschaltbaren
"Automatikmodus" ausgewertet. Die automatische Anforderung von Fahrstraßen kann zugabhängig definiert werden. - Die Anforderung der Fahrstrecke kann unabhängig vom auf dem Monitor angezeigten
Gleisbild erfolgen! Ein Wechsel des Gleisbildes ist zum Stellen von "nicht sichtbaren" Fahrstrecken als nicht erforderlich! Dies erlaubt ein zügiges Spielen ohne umständliches Handling.
Reset Auflösung
Mit dem Reset-Kontakt können Fahrstraßen-Anforderungen aufgelöst werden.
Die Kontaktzuordnung zu den Fahrstraßen erfolgt einfach durch Eintrag der Kontaktnummer in den entsprechenden Feldern der
Fahrstraßendefinition (also ohne jegliche Lötarbeit, jederzeit leicht änderbar).
Wichtig: Es gibt keine "feste" Kontaktzuordnung zwischen Fahrstraße und Rückmelde-Decoder!
Jeder Kontakt kann also beliebig – auch mehrfach – für jede Fahrstrecke genutzt werden!
Zeitabhängige Anforderungen können durch einen Fahrplan sekundengenau festgelegt werden. Abhängig von der
Modellbahn-Uhr werden hierbei die definierten Fahrstraßen abgerufen, was einen vorbildähnlichen, programmierten Fahrplanbetrieb ermöglicht. Neben Zugfahrten können auch andere Funktionen zeitabhängig
abgerufen werden: Straßenbeleuchtung entsprechend der Tageszeit ein/aus, Glockenläuten "zur vollen Stunde" oder auch nur die Meldung "Mit Spielen aufhören". Zeitabhängige
Anforderungen werden durch eine Tonfolge angekündigt.
Rückmeldesystem
Bis zu 496 Rückmeldekontakte (31x16) können den verschiedenen Kontakten der Fahrstraßen beliebig zugeordnet
werden. Ein entscheidender Vorteil liegt darin, daß jede Rückmeldung mehrfach (also für Anforderungen, Blockierung, Freigabe), auch für verschiedene Fahrstraßen gleichzeitig benutzt werden kann. Dies erspart erheblichen Verdrahtungsaufwand am Rückmelde-Decoder!
Aus dieser "programmierbaren Beschaltung" lassen sich neben automatischen Abläufen vor allem
Sicherungsmaßnahmen in vielfältigster Weise ableiten: Automatisches Blocksystem, "Flankenschutz", "Auffahrschutz", Schattenbahnhofsteuerung, "Gleisfrei"-Suche, automatische
kontaktgesteuerte Zugfahrten etc.
Die Rückmeldekontakte lassen sich bei Dauerkontakt (=Kontaktstrecken) gleichzeitig für eine GLEIBESETZTANZEIGE
im Gleisbild nutzen. Digisoft wertet die Kontakte "dynamisch" aus, so daß bis zu 4 verschiedene "Zustände" ermittelt und genutzt werden können. Bei Verwendung von Kontaktstrecken
(=Gleisbesetztmeldung) sind praktisch keine weiteren Schaltkontakte (Momentkontakte) mehr erforderlich!
Gleisbilder
Bis zu 9 Gleisbilder können auf dem Bildschirm definiert, jederzeit geändert und abgerufen werden. Hierfür wird
eine stilisierte, graphische Darstellung - wie beim Vorbild – verwendet.
Je Gleisbild stehen 80 x 30 = 2400 graphische Elemente
(vordefiniert) zur Verfügung. In die Gleisbilder lassen sich GLEISBESETZTANZEIGEN (mit ZUGNUMMERNANZEIGE), STELLUNGSANZEIGEN von Weichen, Signalen, aber auch Drucktasten mit
Buchstaben und Ziffern, Lichtschalter oder ähnliches integrieren. Hierdurch wird die vollständige Überwachung der Anlage, insbesondere auch der verdeckten Gleisanlagen (z.B. Schattenbahnhof), am
Bildschirm möglich.
Zugnummernanzeige, Zugmeldesystem
Eine wichtige Voraussetzung für die LZB/AFB-Steuerung war die Entwicklung einer funktionstüchtigen Zugnummernanzeige
und eines Zugmeldesystems! Dabei kann jeder Zug auf dem Gleisbild des Bildschirms innerhalb des definierten Zugmeldesystems mit der ihm zugewiesenen Zugnummer verfolgt werden. Dies ist
natürlich insbesondere bei verdeckten Strecken der Modellbahnanlage (z.B. Schattenbahnhof) wichtig. Da die Zugnummern der einzelnen Gleisabschnitte bei Beendigung des Spielbetriebs abgespeichert werden,
stehen sie bei Wiederaufnahme des Betriebs sofort zur Verfügung. So können immer die gewünschten Züge sofort abgerufen werden!
Die Zugnummer besteht aus bis zu 5 Zeichen (z.B D_101, N3080... aber auch LOK1, D-ZUG...).
Für die Verwirklichung der Zugnummernanzeige sind Gleisbesetztmelder (Kontaktstrecken, Permanentkontakt über
"Reststromgeber" bei Gleichstrombahnen oder Relais-geschaltet) erforderlich! Die Nutzung der Zugnummernanzeige ist wahlfrei (z.B. freie Strecken/Bahnhöfe mit, Rangier/BW-Bereiche ohne).
Zusätzliche technische Einrichtungen (Barcodestreifen, besondere Kontaktgeber) an Loks oder Gleisanlage sind nicht erforderlich!
Bahnbetrieb mit Digisoft
In allen mit Digisoft möglichen Betriebsmodi (Normal, Automatik, Fahrplan) bleibt die direkte, manuelle Beeinflussung,
also Steuerung der Fahrstraßen, Magnetartikel und Triebfahrzeuge immer grundsätzlich und zu jeder Zeit erhalten!
Die definierten Fahrstraßen können die jeweiligen Funktionen (Selbstblock, Bahnhofsteuerung...) unabhängig vom
Betriebsmodus ausführen, so daß "Sicherungsschaltungen" in allen Betriebsmodi zur Verfügung stehen!
Sowohl die Linienzugbeeinflussung als auch die Automatische Fahr- und Bremssteuerung sind – sofern eingeschaltet
– in allen Betriebsmodi wirksam!
Ein "gemischter" Betrieb – Fahrplan, Automatik, Manuell – ist möglich und oft ein besonderer Spielreiz!
Man kann also bei einem teilweise automatischen, LZB/AFB geführtem oder fahrplanmäßigen Ablauf auf der Anlage durchaus
die eine oder andere Sonderfahrt mit dem "eigenen" Zug manuell durchführen! Man kann sich z.B. voll auf die Aufgabe als Lokführer eines Zuges oder als Fahrdienstleiter konzentrieren, während trotzdem auf der Anlage ein kontrollierter, sicherer Betrieb und mit LZB/AFB vorbildgerechter Ablauf herrscht!
Automatikbetrieb
Durch spezielle Anforderungskontakte der Fahrstraßen, die nur im Automatikmodus vom Programm abgefragt werden, läßt sich
ein Automatikbetrieb zusätzlich programmieren. Die Umschaltung zwischen Normal- und Automatikbetrieb erfolgt während des Betriebes durch einfachen Tastendruck oder Mausklick. Ohne komplizierte
Verdrahtung, Mehrfachschalter u.ä. kann je nach Lust und Laune ein Automatikbetrieb zu- oder abgeschaltet werden.
Manueller und Automatik-Betrieb können ebenfalls gemischt durchgeführt werden .
Fahrplanbetrieb
Einen nicht zu unterschätzenden Spielspaß bereitet das Erstellen von funktionstüchtigen Fahrplänen, bei denen die Züge
pünktlich verkehren! Der Fahrplanbetrieb ermöglicht den zeigesteuerten Abruf von Schaltsequenzen/Fahrstraßen und damit den Start der Züge. Viele verschiedene Fahrpläne können aufgestellt und abgestimmt
werden – übrigens eine Aufgabe für sich!
Der Ablauf ist Uhrzeit gesteuert. So können zu bestimmten Zeiten Züge aus dem Schattenbahnhof abgerufen, in
ausgewählte Gleise des Hauptbahnhofes geleitet und dort zu einer gewählten Zeit wieder gestartet werden. Je Fahrplanposition könen bis zu 4 beliebige Schaltsequenzen angefordert werden. Zusätzlich ist
eine Wendeeinrichtung (Wendezug) vorgesehen. Je Fahrplan stehen bis zu 99 Positionen zur Verfügung. Die Fahrpläne können miteinander verknüpft werden (bis über 9800 Zugbewegungen!) und/oder
im Auto-Repeat-Modus (fortwährende Wiederholung) ablaufen.
Manueller und Fahrplan-Betrieb können ebenfalls gemischt durchgeführt werden.
Vorführbetrieb
Das Programm ist für einen "Vorführbetrieb" (Schaufenster, Ausstellung, aber auch zur eigenen "Erbauung") ebenfalls hervorragend geeignet. Sowohl Automatik- als auch Fahrplanbetrieb bieten bereits beste Voraussetzungen. Bei Beendigung des Betriebes werden der
Spielstand, also auch die jeweiligen Lokgeschwindigkeiten, Richtungen, Funktionen ein/aus, die Stellungen der Magnetartikel und die Zugnummern der Gleisabschnitte abgespeichert. Diese Daten
stehen bei erneutem Betriebsbeginn sofort wieder zur Verfügung.
Darüberhinaus lassen sich für den Start und das Ende des Modellbahnbetriebes Schaltsequenzfolgen
definieren. So kann bei Spielbeginn eine bestimmte Ausgangssituation hergestellt werden, z.B. die Abfahrt eines ersten Zuges automatisch erfolgen (der dann bei Automatikbetrieb weitere Funktionen
auslöst), oder zum Ende des Betriebes können alle Züge durch Schaltung der wichtigen Signale auf "Rot" gestoppt werden.
"Konventioneller" Betrieb – mit dem Computer?
Das Digisoft-ModellbahnBetriebsSystem zwingt keine bestimmte Betriebsweise auf!
Wer Modellbahnbetrieb lieber auf konventionelle Weise mit Fahrpult und "echtem" Gleisbildstelltisch betreibt,
kann DSMBS und den Computer als hochwertige, flexible und "intelligente" Hintergrund-Schaltzentrale (z.B. kombiniert mit einem "echten" Gleisbildstelltisch) einsetzen!
Das Programm ersetzt elektronische Schaltung und komplizierte Verdrahtungen.
Blocksystem, Schattenbahnhofsteuerung, Zugsicherungen, Bremsen/Beschleunigen am Signal, streckenspezifische Fahrgeschwindigkeiten in km/h (Weichenstraßen, Berg/Tal!), Zugnummernanzeige und viele andere Aufgaben können vom Computer gesteuert werden, während die Modellbahn ansonsten "ganz normal" bedient wird.
Wer will, kann aber auch einen voll- bzw. teilautomatischen Betrieb durch den Computer durchführen lassen bzw. alle
Aktionen allein am Computer durchführen (also ohne zusätzliche Stellpulte, Regler...); und dies nicht nur mit einer "sturen" Automatik, wo sich die Funktionen gleichmäßig wiedeholen, sondern
auch in einer definierten ("programmierten") Abfolge, die einen vorbildorientierten Betrieb wiedergibt (Fahrplan).
Und: Natürlich ist dieses moderne Modellbahnsteuerungs-System auch bei Dampfbetrieb und in früheren Epochen einsatzfähig! Durch
LZB und AFB gesteuerte Dampfzüge mit Hochleistungsmotor zeigen erst so recht die wahrhaft schweren Massebewegungen. Und: Auf der Anlage "...merkt’s ja keiner"!
Abfahrt!"...
Für den computergestützen Modellbahnbetrieb mit dem Digisoft-ModellbahnBetriebsSystem
benötigen Sie folgende Ausstattung:
Digitalsysteme Alle Digitalsysteme, die einen Interface 6050/6051-Modus
(“Motorola”, “P50”, etc.) bieten (z.B. Märklin, Uhlenbrock, Tams); je nach Ausbauwunsch: Decoder für Loks, Magnetartikel und Rückmeldungen, die zur entsprechenden
Digitalzentrale kompatibel sind.
Computer STANDARD-PC
mit mindestens 400 MHz; Festplatte mit 20 MB freiem Speicher, Serielle Schnittstelle (COM1:...COM2:); eventuell schnelle Graphikkarte, Maus
Betriebssysteme Windows98, SE, Me, 2000, XP
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